Wert der Dinge.

Konzept & Abschlussarbeit Masterthesis – WS 2012/13


Denk an dein Lieblingsding. Stell dir vor, wo es steht, wie gern du es hast, welche Geschichten du mit ihm teilst. Und nun stell dir vor es zerbricht. Was würdest du tun um es wieder zu bekommen? Wie viel bist du bereit zu geben?

Es gibt viele Umstände, die ein Ding zerbrechen lassen. Die Tatsache, wie mit dem Ding umgegangen wird oder aber seine Geschichte, wie es hergestellt wurde. Es fängt mit der Geburtsstunde an. Ist der Dingvater stolz auf sein Eigen oder ist er scharf auf das Geld? Irgendwie ist es uns ja schon bewusst, wo und in welchen Maß die Dinge, die wir uns kaufen, soziale und moralische Defizite haben.

Ich möchte das Thema von einer anderen Seite betrachten. Den Ernst und die Brisanz des Themas erst einmal beiseite schieben um mit ein bisschen Spaß für gute Dinge einzustehen. Für Dinge, die ihre Hand erheben und für Würde demonstrieren. Die eine gute und behütete Kindheit, äh Herstellung erfahren möchten. Die nicht mit geplanten Verfallsdatum gebaut werden möchten. Das regt uns ja im gleichen Maße auf wie das Ding selbst. Ich skizziere ein Szenario in dem mit einem Hauch Guerilla und Untergrund-Aktionen gestartet werden. Dingdemonstration auf Marktplätzen, Aufstand der Dinge auf schrecklichen Messen, Dingarmverteilung in irgendwelche Läden mit Obsoleszenz-Dingen.In dem Zuge des Aktionismus und des Kampfgeistes wird vielleicht auch ein bisschen über das eigene Konsum- und Wegwerfverhalten nachgedacht. Über den Wert von Ehrlichkeit und Gerechtigkeit, Vernunft und Verantwortung sich selbst gegenüber, den anderen und natürlich den Dingen.

Wert der Dinge ist die Abschlussarbeit meines Masterstudiums Innenarchitektur-Raumkunst

Die Gebundene Zusammenfassung.

»Wert der Dinge« ist die Geschichte einer Guerilla-Truppe, die sich zur Aufgabe gemacht hat für die »Werte der Dinge« und das Respektieren dieser einzustehen und einzutreten. Werte von Dingen können sozial, moralisch, wirtschaftlich und emotional begründet sein und beziehen sich sowohl auf das Ding selbst als auch auf den Produzenten, dessen Produktionsverhalten und den Konsumenten. Es geht um Verantwortung, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Vernunft. 

1. Haben die Dinge Rechte?

Eine riesige, friedliche Demonstration für die Rechte der Dinge.

Die Dinge sind was Wert. Und wollen auch was Wert sein.
Ähnlich wie es mit dem Tierschutz anfing müssen wir die Dinge schützen um uns selber zu schützen. Wir verrohen, kaufen und werfen weg, bauen mehr mit weniger Qualität und werfen noch mehr weg. Können wir zu den neuen Dingen noch so emotionale Werte aufbauen wie wir es zu den Erbstücken von Opa können? Schweres Thema. Die Idee, das ganze aus Sicht der Dinge zu sehen. Beginnend mit einer Aktion, in der die Dinge selber für ihre Rechte eintreten. Eine Aktion, die mit ein wenig Spaß Menschen zusammenkommen lässt. Und dann wird eine Guerilla Gruppe gegründet, die allem geplanten Verschleiß und mutwilligen Zerbrechen von Dingen den Kampf ansagt

2. Die Guerillatruppe. 

Verbreiten der Botschaft um jeden Preis und mit allen Mitteln.

Die Guerilla Gruppe formiert sich.
Was braucht es, was können wir machen, wo fangen wir an und wo findet man uns? 

Wert der Dinge - IKEA Aktion

3. Der Guerillakampf. 

Immer zur Stelle wenn gebraucht.

Und los geht’s. Die ersten Aktionen, um auf Wert der Dinge aufmerksam zu machen und für die Dinge zu kämpfen. Die Arme vom ersten Treffen auf der Demonstration werden zum Symbol. Die Guerillas nutzen dieses Symbol um Dingen egal wo eine Stimme oder besser eine Faust zu geben um sich bemerkbar zu machen. Zum Beispiel auf der IMM in Köln. Oder bei IKEA

4. Sei ein Guerillero. 

Und mach mit.

Natürlich kann jeder mitmachen.
Die Arme kann man sich nach Schablone selber machen oder bei den Guerillas bestellen.
Oder besser eigene Aktionen starten